Tauchflossen Geräte oder Vollfuß, da scheiden sich die Geister.

Gute Flossen sind für einen Taucher genauso wichtig, wie ein gutsitzender Neoprenanzug, ein passendes Tarierjacket oder ein funktionierender Atemregler. Flossen sind, ähnlich wie die Auswahl der Maske, auch eine sehr persönliche Entscheidung.

Wichtig ist zunächst mal festzustellen, was für ein Taucher man ist. Beschränkt sich die Taucherfahrung rein auf den Urlaub und in warmen Gewässern, oder wird auch in heimischen Seen getaucht? Was habe ich für Bedürfnisse und Ansprüche an meine Flossen?

Natürlich haben große, schwere Geräteflossen mehr Kraft. Ihr Flossenblatt ist steifer, sie leisten mehr Vortrieb. Der Taucher sollte dafür aber auch über die nötigen Muskeln verfügen, sonst kann es sehr schnell zu anstrengend werden, oder zu Krämpfen führen.

Die mit der Geräteflosse verwendeten Boots bieten den Füßen nicht nur Schutz vor Auskühlung, sondern schützen auch vor Verletzungen. Im Reisegepäck ist das Fuß-Equipment allerdings schwer und Platz einnehmend.

Es gibt auch kräftige Vollfußflossen, die sich beim Antrieb nicht mehr von Geräteflossen unterscheiden. Kann man also auf den mechanischen Schutz und den Schutz vor Auskühlung verzichten, bzw. sich anderweitig schützen, sind Vollfussflossen sicherlich die bessere und kostengünstigere Alternative. Im Reisegepäck nehmen sie weitaus weniger Platz und Gewicht in Anspruch.

Ein Blick auf die Freediver genügt, um festzustellen, die meisten tragen keine Füßlinge und Freedive Fins sind ausnahmslos Vollfußflossen. Woran liegt das?

Um einen Kraftverlust möglichst gering zu halten, verzichten Freediver auf Flossen mit Boots. Die Kraftübertragung wirkt direkt auf die Flossen ein, wenn der Fuß in der Flosse steckt. Der Kraftverlust ist geringer, da die Bewegung nicht abgedämpft wird.

Auch wenn Vollfußflossen noch immer als Schwimmbad oder Schnorchelflossen verpönt werden, habe sie dies schon lang nicht mehr verdient.

Gerade der Urlaubstaucher tut gut daran, sich für Vollfußflossen zu entscheiden, spielen doch Gewicht und Platz beim Gepäck eine große Rolle. Die Zeiten, in denen Tauchgepäck umsonst, oder sehr kostengünstig transportiert wurden, sind lange vorbei. War der Trend früher eher so, dass man sich nur auf sein eigenes Tauchequipment verlassen hat, sind Tauchschulen weltweit darauf ausgerichtet, ihren Kunden sehr gute Leihausrüstung zur Verfügung zu stellen.

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